Armut und Zerstörung der Umwelt, Verletzung von Menschenrechten,
Konflikte und Gewalt verstärken sich gegenseitig in einer abwärts
gerichteten Spirale und bedrohen den Frieden. Aber wer sich gut
umschaut sieht auch positiven Entwicklungen. Es gibt Widerstand
gegen Unrecht, es gibt Solidarität und gegenseitiges Vertrauen. Die
Aufgabe ist, diese positiven Kräfte kennen zu lernen, zu mobilisieren
und zu stärken.
"Neue und alte, harte und sanfte Bedrohungen des Friedens sollen in Augenschein genommen werden" - Kofi Annan, Sekretär-General der Vereinigte Nationen, am 23. September 2003.
Vision
Die neue Stiftung Friedenswissenschaften (SVW) ist davon überzeugt, dass Frieden erreichbar ist, vorausgesetzt dass systematisch und an mehreren Orten in der Gesellschaft an der Schöpfung von Voraussetzungen für Frieden gearbeitet wird. Größere Einsicht in diese Voraussetzungen kann dazu beitragen, dass eine Friedenskultur entsteht.
Kommunikation zwischen wissenschaftlichen Anstalten und gesellschaftlichen Organisationen, Politik und Wirtschaftleben ist dazu unentbehrlich.
Mission
Aus dieser Vision heraus ist die folgende Zielsetzung entwickelt worden:
Die Stiftung Friedenswissenschaften hat die Mission, die interdisziplinäre wissenschaftliche
Zusammenarbeit zu fördern - in Unterricht und Forschung, besonders in Anstalten des Höheren
Unterrichts - gezielt auf die Erforschung von Voraussetzungen für Frieden.
Dazu arbeitet die SVW an einem Netzwerk von Lehrstühlen an wissenschaftlichen Anstalten. Hierbei ist das Ziel, dass jeder Lehrstuhl die Fragen von Konflikt und Frieden von seinem eigenen Standpunkt aus beleuchtet.
Sonderlehrstühle
Die ersten Lehrstühle wurden 2005 gestiftet; diese beleuchten den wirtschaftlichen bzw. juristischen Aspekt von Frieden. Es handelt sich um den Lehrstuhl
Economics of Conflict and Peace am Institute of Social Studies in Den Haag und den Koningsberger Lehrstuhl
Friedensaufbau und der Rechtsstaat an der Universität Utrecht
- Der Lehrstuhl am Institute of Social Studies in Den Haag wird für fünf Jahre finanziell ermöglicht von
der ASN Foundation, einer niederländischen Sparkasse.
- Der Koningsberger Lehrstuhl
Friedensaufbau und Rechtsstaat trägt seinen Namen zu Ehren des
Professors für Biologie, der 1940 in einer Ansprache heftigen Widerstand gegen die Ausgrenzung
von jüdischen Wissenschaftlern leistete. Die Universität Utrecht macht den Lehrstuhl selbst finanziell
möglich.
Der Vorstand der SVW will die Anzahl Sonderlehrstühle auf andere Felder der Wissenschaft ausdehnen. Das Ziel ist ein Netzwerk von kooperierenden Sonderlehrstühlen, die zusammen die wissenschaftliche Einsicht in die Voraussetzungen für Frieden vergrößern und so die Umsetzung dieser Kenntnis in die Politik fördern.
Sonstige Aktivitäten
- Die Organisation von einem oder mehreren Studientagen/symposia über die inhaltlichen
Entwicklungen der Friedenswissenschaften;
- Das regelmäßige Organisieren eines öffentlichen Veranstaltung, u .a mit der Absicht, über die
Lehrstühle und verwandte Aktivitäten zu berichten.
- Die Förderung von Initiativen auf diesem Gebiet, zum Beispiel durch die Auslobung eines Preises für
ein Skriptum.
- Die Ausdehnung des Arbeitsfeldes durch Zusammenarbeit mit Organisationen in anderen Ländern.
- Die Verwaltung der
web site www.stichtingvredeswetenschappen.nl
- SVW-Nachrichtenbrief - Freunde/Donatoren bekommen jedes halbes Jahr durch e-mail oder Post
einen Nachrichtenbrief über die Entwicklungen auf dem Gebiet der Friedenswissenschaften.